Blauhemd, Bluejeans, Beatmusik
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DVD |
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| Regie: |
Buch: |
Produzent: |
| Kathrin Aehnlich, |
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| André Meier |
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| Inhalt: |
| Die Staatsführung hatte sich seit Gründung der
DDR wahrhaft bemüht, die nationale Musik-kultur in den Dienst des
Klassenkampfs zu stellen. Kindergartenkids trällerten Arbeiterlieder,
Kollektive tanzten im sozialistischen Geist den »Aufbauwalzer«. Doch populär
waren diese Kreationen in der Bevölkerung, vor allem bei jungen Leuten, nie.
Von Jazz über Rock`n`Roll bis Pop und Punk - die Musik und Jugendkultur des
Westens waren immer Vorbild und Folie. Illegal erworbene Westplatten hatten
Kultstatus. In den wenigen Diskotheken des Landes wie auch im Radio durften
diese Platten allerdings nicht gespielt werden. Darüber wachte eine
Anordnung aus dem Jahre 1958, die bis zum Ende der DDR ihre Gültigkeit
behielt: "60:40" war die Zauberformel, d.h. sechzig Prozent aller
aufgeführten Werke mussten von Kompo-nisten aus dem Ostblock stammen. Die
Diskjockeys, offiziell "Schallplattenunterhalter" ge-nannt, mussten Listen
über die gespielten Titel führen und die Herren der Staatssicherheit wachten
penibel über die Einhaltung der Vorgabe. Mit langen Haaren, selbst genähten
Parkas und Jeans-Imitaten versuchten die Jugendlichen in Ostdeutschland an
den Zeitgeist im Westen anzuknüpfen. Doch die Hippies "Marke Ost"
entsprachen so gar nicht dem Bild "so-zialistischer Persönlichkeiten". Die
Staatsführung reagierte entsprechend verärgert. Erich Honecker, ehemals
Vorsitzender der Freien Deutschen Jugend (FDJ), ließ eigens ein Gut-achten
erstellen, das die "Schlagertexte als Mittel ideologischer Diversion der
imperia-listischen Propaganda" verteufelte. Für die Bands 40 Jahre lang eine
schmale Gratwanderung zwischen Fans und Funktionären, zwischen Westtrend und
Ostidentität, zwischen Anpassung und Aufbegehren ... |
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Alle Angaben ohne Gewähr ! |
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